60 Jahre Jugend forscht – 128 Jugendliche aus Oberfranken nehmen am Jubiläumswettbewerb teil

Pressemitteilung vom 12.02.25

12.02.2025

Am 27. Februar 2025 findet in Kulmbach der oberfränkische Regionalwettbewerb Jugend forscht statt. Auch in diesem Jahr zeigen sich die oberfränkischen Schüler forschungsfreudig – der Wettbewerb ist wieder einmal der Größte in Bayern.

 

OBERFRANKEN: 2025 ist ein Jubiläumsjahr für Deutschlands bekanntesten Nachwuchswettbewerb. Seit 60 Jahren fordert Jugend forscht Schüler und Schülerinnen in ganz Deutschland dazu auf, sich mit kniffligen Projekten und spannenden Fragen zu beschäftigen. Dem Motto „Macht aus Fragen Antworten“ sind 128 junge Forschende aus Oberfranken gefolgt. Dabei sind viele spannende Projekte entstanden: Zum Beispiel wurde aus recyceltem Kunststoff ein Filament für den 3DDrucker hergestellt, die Auswirkung von Mikroplastikbelastung auf die Pflanzenwelt wurde untersucht und einige Jugendliche haben sich auf die Suche nach einem natürlichen Antibiotikum aus Pflanzen gemacht.
 

Am 27. Februar werden diese und viele weitere spannende Forschungsprojekte aus allen Fachbereichen in der Dr.-Stammberger-Halle in Kulmbach der Jury präsentiert. Besonders beliebt waren in diesem Jahr die Fachgebiete Biologie und Technik, gefolgt von der Arbeitswelt und der Physik.

 

76 spannende Projekte an einem Wettbewerbstag


Alle 128 jungen Forscher werden in diesem Jahr ihre 76 Projekte an einem Wettbewerbstag präsentieren. Gewertet werden die Teilnehmer wie gewohnt in zwei Altersklassen. Die Jugendlichen zwischen 15 und 21 Jahren starten in der Sparte "Jugend forscht". Für die Teilnehmenden bis 15 Jahre steht eine Neuerung an: ihre Wettbewerbsparte hat einen neuen Namen bekommen und heißt nun "Jugend forscht junior". Für die jüngeren Teilnehmer bietet diese Konstellation große Vorteile, da sie sich an den Ständen ihrer älteren Mitforschenden Ideen und Tipps für kommende Wettbewerbe holen können. 

Am Vormittag finden die Jurygespräche statt, bei denen die jungen Forscher und Forscherinnen die Jurymitglieder in intensiven Gesprächen von ihren Arbeiten überzeugen müssen. Am Nachmittag sind Verwandte, Freunde und alle Interessierten von 15:00 bis 17:30 Uhr eingeladen, die spannenden Projekte zu begutachten und sich von den Kindern und Jugendlichen ihre Ideen erklären zu lassen. Die feierliche Preisverleihung um 17:30 Uhr bildet den Höhepunkt des Wettbewerbstages und wird von Christian Höreth von Radio Mainwelle moderiert.

Oberfranken Offensiv organisiert den Regionalwettbewerb bereits zum 24. Mal und dankt den Partnerunternehmen – der Brose Fahrzeugteile SE & Co. Kommanditgesellschaft Coburg, den oberfränkischen Sparkassen sowie der Firma KSB SE & Co. KGaA aus Pegnitz – für die Finanzierung des oberfränkischen Regionalwettbewerbs.

 

Stark vertreten bei Jugend forscht: Bamberg und Forchheim


Mit 26 Projekten und 44 Teilnehmenden ist die Region Bamberg-Forchheim auch im Jahr 2025 wieder stark bei Jugend forscht vertreten. Besonders engagiert zeigt sich dabei die Steigerwaldschule Staatliche Realschule Ebrach. Mit sieben Projekten und zwölf Teilnehmern und Teilnehmerinnen ist dies die Schule mit den zweitmeisten Teilnehmenden insgesamt im Wettbewerb. Ebenfalls stark vertreten ist das Ehrenbürg-Gymnasium in Forchheim mit sechs Projekten und zehn Teilnehmenden.

Die Projekte decken eine breite Palette von Themen ab. So beschäftigt sich z.B. ein Projekt des Dientzenhofer-Gymnasiums Bamberg mit den Auswirkungen der Regnitz auf die Stadt Bamberg und ihre Bewohner. Auch haben Schüler vom Ehrenbürg-Gymnasium Forchheim ein Messgerät entwickelt, mit der die UV-A und UV-B Belastung in der Luft gemessen werden kann, so dass Menschen mit empfindlicher Haut sofort wissen, wie lange sie sich in der Sonne aufhalten können, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.

 

Bayreuth: Die Region mit den meisten Projekten


Stadt und Landkreis Bayreuth sind wie bereits in den vergangenen Jahren wieder die Region mit den meisten Projekten. 29 Arbeiten wurden von 47 Kindern und Jugendlichen erstellt. Somit stellt Bayreuth über ein Drittel aller Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Besonders hervorzuheben ist das Markgräfin-Wilhelmine Gymnasium, da es mit neun Projekten und 17 Forschenden die teilnehmerstärkste Schule im Wettbewerb ist.
Ebenfalls stark engagiert ist das Graf-Münster-Gymnasium Bayreuth, das mit elf Teilnehmerinnen und Teilnehmern und sieben Projekten vertreten ist.

Mit Verbesserungen in ihrer Schule haben sich Teilnehmer vom Markgräfin-Wilhelmine Gymnasium beschäftigt. Sie haben untersucht, ob sich geänderte Pausenzeiten positiv auf die Leistungsfähigkeit der Schüler und Schülerinnen auswirken. Gleich mehrere Projekte von Schülern der Staatlichen Fachoberschule Bayreuth haben sich mit dem Thema Umweltschutz und nachhaltigen Energiequellen beschäftigt. Eine Schülergruppe hat untersucht, ob sich Lupinen und Seitan in der Zukunft als Grundlage für eine pflanzliche Ernährung eignen können, da beide viele Proteine enthalten.

 

Neun Projekte aus der Region Coburg und Lichtenfels


Aus den Regionen Coburg und Lichtenfels stellen sich 14 Kinder und Jugendliche mit neun Projekten dem Urteil der Jury. Das Gymnasium Burgkunstadt ist mit fünf Projekten von sechs Schülerinnen und Schülern vertreten. Gefolgt wird es vom Gymnasium Ernestinum Coburg mit drei Projekten von sechs Jungforschern. Künstliche Intelligenz ist in aller Munde, das dachten sich auch Schüler des Gymnasiums Burgkunstadt. Sie stellten sich die Frage, ob Stimmen, die mit KI generiert wurden, ein Fluch oder Segen für die Menschen sind. Schüler der Staatlichen Berufsfachschule für technische Assistenten für Informatik Lichtenfels entwickelten das Computerprogramm „Abenteuer Handzeichen" – ein kreatives und gestenbasiertes Lernprogramm, das Kleinkinder auf spielerische Weise dabei unterstützen soll, die Sprache leichter zu erlernen.

 

Sieben kreative Ideen aus den Regionen Hof und Wunsiedel i. Fichtelgebirge


Die Region Hof und Wunsiedel i. Fichtelgebirge präsentiert erneut spannende Projekte beim Jugend-forscht-Wettbewerb. 14 Teilnehmer und Teilnehmerinnen zeigen in sieben Projekten ihr Forschungsinteresse und ihre Innovationskraft. Mit sechs Projekten und 13 Teilnehmenden ist das Hochfrankengymnasium Naila am stärksten in der Region vertreten, gefolgt vom Walter-Gropius-Gymnasium Selb mit zwei Projekten und fünf Teilnehmern. Vom Gymnasium in Selb kommen auch die Teilnehmer, die daran tüfteln, aus umweltfreundlichen Naturfasern eine Alternative zu herkömmlichen Faserverbundstoffen (aus Glasfasern oder Kohlefasern) herzustellen. Schüler vom Hochfranken-Gymnasium Naila arbeiten an einer Methode, um aus alten Joghurtbechern ein Filament herzustellen, mit dem dann per 3D-Druck neue Objekte geschaffen werden können.

 

Kulmbacher Jugend präsentiert drei Projekte beim Regionalwettbewerb


Aus Kulmbach kommen in diesem Jahr drei spannende Projekte mit vier Teilnehmern. Das Markgraf-Georg-Friedrich Gymnasium Kulmbach ist mit zwei Projekten und drei jungen Forschenden vertreten, das Caspar-Vischer-Gymnasium hat ein Projekt mit einem Teilnehmer zum Wettbewerb angemeldet.

Der Schüler vom Caspar-Vischer-Gymnasium hat einen Rauchmelder entwickelt, der mithilfe eines Glycerin-Sensors Fehlalarme vermeiden soll, die durch E-Zigaretten und Vapes ausgelöst werden. Und vom Markgraf-Georg-Friedrich Gymnasium Kulmbach kommt ein Projekt, das sich damit beschäftigt, wie sich Gerste in Zukunft besser anbauen lässt, um auf den Klimawandel mit weniger Stress zu reagieren. 

 

Der Regionalwettbewerb in Oberfranken


Die Entwicklungsagentur Oberfranken Offensiv e.V. aus Bayreuth organisiert den Regionalwettbewerb Jugend forscht in Oberfranken. Die drei Patenunternehmen – Brose Fahrzeugteile SE & Co. Kommanditgesellschaft Coburg, die oberfränkischen Sparkassen sowie die Firma KSB SE & Co. KGaA aus Pegnitz – unterstützen den Regionalwettbewerb finanziell. Die Firma Rauschert Heinersdorf-Pressig GmbH stiftet den Schulpreis.

Die Gewinnerinnen und Gewinner der Regionalwettbewerbe treten bei den Landeswettbewerben an. Die Landessiegerinnen und Landessieger nehmen am Bundeswettbewerb teil.

 


Über Jugend forscht


Jugend forscht ist Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb. Ziel ist, Jugendliche für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern, Talente zu finden und zu fördern. Pro Jahr gibt es bundesweit mehr als 110 Wettbewerbe. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer suchen sich selbst eine interessante Fragestellung, die sie mit naturwissenschaftlichen, technischen oder mathematischen Methoden bearbeiten. Teilnehmen können Kinder ab der 4. Klasse und Jugendliche bis zum Alter von 21 Jahren. Wer 14 Jahre oder jünger ist, startet in der Juniorsparte Jugend forscht junior.

 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: Oberfranken Offensiv e.V. I Telefon: 0921 52523 I E-Mail: presse@oberfranken.de